plum-productions

performative sinnerfassungsmaßnahmen. existiert seit 2005 und ist ein werkstattzusammenschluss um die performerin Petra Lum.

the phemale philosopher

ein denkakt in acht kapiteln

von und mit Petra Lum

 

 

die schrift und das lesen sind linear – gedankengänge meistens auch. das denken selbst aber ist mehrdimensional und manchmal körperlich äußerst anstrengend. es wird zeit, die philosophie in den raum zu holen und sie sich einzuverleiben.

the phemale philosopher ist der wörtliche versuch „gedanken zu fassen“. die solo-performance wandelt dabei auf den grenzen des sinns. in acht verschiedenen kapiteln werden philosophie und performance in ihren grundfunktionen ausgelotet. wenn philosoph/innen den reinen gedanken denken, sollte nichts als geist den raum erfüllen – tut er aber nicht. da ist der körper, der sich einschleicht und mit ausdrücken will. protokollierte reine-gedanken-gesten (von echten philosophen!) werden zu ende geführt und weitergedacht. es ist die geschichte von dem der schreiben musste und der, die von diesem verstehen-müssen sprach. die performance will die körperlichkeit des denkens begreifen. sie lauscht dem sinn, fasst fragen ins auge, erwandert gedankengänge und lässt sich auf schwindel und ohnmacht des nicht-begreifbaren ein. es geht um das verstehen-wollen, nicht-verstehen-können, reden-müssen, lesen, schreiben, vernunft, geist und körper. acht kapitel ertasten dafür unterschiedliche ästhetiken und fordern jeweils die konzentration der zuschauer. Das publikum ist aufgefordert dem gedanken zu folgen und wird mit sinnlichkeit belohnt.

das motto frei nach Hannah Arendt:

„ich will begreifen!“